
WB410 ist eine Kurz Brennweitenlinse für die Panel-Gruppe 0.65/0.66/0.67 (SML) mit einem Projektionsverhältnis von 0.74–0.77:1 und mit Lensshift. Kompatibel mit 3 Modellen aus 1 Modellserie. Objektivparameter, Installationsabstände, Modellkompatibilitätsliste und Hinweise zum Austausch sind hier übersichtlich aufgeführt.
1. Objektivparameter
| Modell | WB410 |
| Interne Modellnummer | D67-066 |
| Serie | WB-Serie |
| Projektionsverhältnis | 0.74–0.77:1 |
| Lensshift | Horizontal 70.30% · Vertikal 32% |
| Geeignetes Panel | 0.67 Zoll |
| Abgedeckte Modelle | 3 Modelle / 1 Modellserie |
| Garantie | 12 Monate; bei Schäden, die nicht auf unsachgemäße Handhabung zurückgehen, greift der After-Sales-Service – maßgeblich ist das Datum auf dem Lieferbeleg |
Die Shift-Fähigkeit ist der entscheidende Unterschied dieser Linse. Ein horizontaler Shift von 70.30% und ein vertikaler Shift von 32% bedeutet, dass der Projektor außerhalb der Bildmitte auf der Leinwand installiert werden kann und das Bild per Lensshift wieder in die Mitte geschoben wird – ganz ohne Trapezkeil-Korrektur. Trapezkeil-Korrektur hat ihren Preis: Mit jeder Korrekturstufe geht ein Teil der effektiven Pixel verloren, Textränder werden unscharf. Bei Installationsprojektoren gilt: Was per Shift gelöst werden kann, sollte nie per Trapezkeil-Korrektur gelöst werden – das ist die Grundlinie der Bildqualität.
2. Installationsabstand aus dem Projektionsverhältnis berechnen
Das Projektionsverhältnis ist das Verhältnis von Installationsabstand zu Bildbreite. Diese Linse ist zoomfähig (0.74–0.77:1); zu einer bestimmten Bildgröße gehört ein Bereich von Abständen, und innerhalb dieses Bereichs lässt sich die Linse scharf stellen.
| Bildgröße | Bildbreite | Erforderlicher Installationsabstand |
|---|---|---|
| 100 Zoll | 2.15 m | ca. 1.59 – 1.66 m |
| 120 Zoll | 2.58 m | ca. 1.91 – 1.99 m |
| 150 Zoll | 3.22 m | ca. 2.39 – 2.48 m |
| 200 Zoll | 4.30 m | ca. 3.18 – 3.31 m |
Die Angaben sind die Nettodistanz von der Objektivfront bis zur Leinwand, ohne Berücksichtigung des Platzes für Kühlung und Verkabelung hinter dem Gehäuse. Berechnet für das Seitenverhältnis 16:10; maßgeblich sind die Messung vor Ort und das Handbuch.
An den beiden Zoom-Enden unterscheidet sich die Bildqualität: Nahe am kurzen Ende ist das Bild heller, die Ränder etwas weicher; am langen Ende sind die Ränder schärfer, die Helligkeit etwas geringer. Wenn die Gegebenheiten es zulassen, empfiehlt sich die Mitte des Bereichs. Nach der Montage zunächst am Fokusring die schärfste Position einstellen und danach den Shift feinjustieren – bewegt man beide Größen gleichzeitig, trifft man schwer die richtige Einstellung.
3. Kompatible Modelle (3 Modelle, SML)
Die folgende Tabelle ist nach Produktionszeitpunkt der Modelle, von neu nach alt, sortiert und enthält für jedes Modell Auflösung, Helligkeit und Zoomfaktor des Originalobjektivs – so lässt sich passend zum Projekt schnell die richtige Variante finden.
| Modell | Helligkeit | Auflösung | Zoomfaktor |
|---|---|---|---|
| SML-L1300U | 13000 Lumen | WUXGA 1920×1200 | 1.6X |
| SML-L1700U | 17000 Lumen | WUXGA 1920×1200 | 1.6X |
| SML-LD1500U | 15000 Lumen | WUXGA 1920×1200 | 1.6X |
Der Zoomfaktor gibt den Zoomfaktor des Original-Standardobjektivs dieses Modells an (oberer Grenzwert ÷ unterer Grenzwert des originalen Projektionsverhältnisses) – nicht den Zoombereich des hier vorgestellten Objektivs.
Gemeinsamkeiten dieser Modelle
Bei allen 3 Modellen liegt das Projektionsverhältnis des Original-Standardobjektivs meist im Bereich 1.5-2.4:1. Das hier vorgestellte Modell 0.74–0.77:1 entspricht einer Anpassung des Brennweitensegments: Aus derselben Projektionsdistanz ergibt sich eine andere Bildgröße – genau das ist der unmittelbare Grund für den Objektivtausch. Zugleich bleibt die volle Shift-Fähigkeit erhalten, sodass sich das Bild auch nach Anpassung des Brennweitensegments weiterhin ausrichten lässt.
4. Vor dem Austausch drei Punkte prüfen
- Panel und Auflösung müssen passen. Dieses Modell ist für 0.67 Zoll-Panels ausgelegt. Bei abweichender Panelgröße oder Auflösung ergeben sich Unterschiede in der Projektionsdarstellung; am sichersten ist ein Abgleich mit dem Typenschild am Gehäuse vor der Montage.
- Schnittstellen und Verriegelung. Innerhalb derselben Plattformgeneration sind die Schnittstellen meist gut kompatibel, die Position der Verriegelungsklinken kann sich jedoch je Generation unterscheiden. Erscheint das Bild nach der Montage schief oder sind die Ränder unscharf, liegt das meist an einer nicht vollständig eingerasteten Verriegelung und nicht am Objektiv selbst.
- Shift-Reserve bei der Installation einplanen. Der Shift-Bereich lässt bei der Installation Spielraum, an den Grenzen nimmt jedoch die Randbildqualität ab; empfohlen wird, den tatsächlichen Einsatz auf 70% des Nennwerts zu begrenzen.
Ob ein Modell außerhalb dieser Liste einsetzbar ist, klären wir am zuverlässigsten anhand von Typenschild und Foto des Originalobjektivs – Modelle derselben Plattformgeneration nutzen häufig dieselben Schnittstellen, eine Bestellung allein aufgrund ähnlicher Modellbezeichnungen birgt jedoch ein unnötiges Risiko.
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